Ein erster Marker ist das Erleben von Emotionen. Bei Erschöpfung sind Gefühle oft intensiv – Reizbarkeit, Traurigkeit, Überforderung. Bei innerer Leere hingegen berichten viele Menschen von einem Gefühl der Gefühllosigkeit. Freude, Traurigkeit, Begeisterung – alles scheint gedämpft oder weit weg. Nicht, weil nichts da wäre, sondern weil der Zugang fehlt.
Ein zweiter Marker zeigt sich in der Beziehung zu Dir selbst. Erschöpfte Menschen wissen oft sehr genau, dass sie eine Pause brauchen. Menschen mit innerer Leere haben diesen inneren Kompass häufig verloren. Sie wissen nicht mehr, was sie brauchen, was ihnen gut tut oder was ihnen wichtig ist. Entscheidungen fühlen sich leer oder beliebig an.
Der dritte Marker betrifft den Körper. Bei Erschöpfung meldet sich der Körper deutlich: Müdigkeit, Spannung, Schlafprobleme. Bei innerer Leere wirkt der Körper oft wie „abgeschaltet“. Manche beschreiben ein Gefühl von innerer Taubheit, andere nehmen ihren Körper kaum noch wahr.
Ein vierter Marker ist das Erleben von Sinn. Erschöpfung entsteht häufig trotz eines grundsätzlichen Sinngefühls. Innere Leere hingegen geht oft mit einem Verlust von Bedeutung einher. Dinge, die früher wichtig waren, fühlen sich plötzlich sinnlos an. Nicht aus Zynismus, sondern aus innerer Distanz.
Der fünfte Marker zeigt sich im Kontakt mit anderen. Erschöpfte Menschen wünschen sich oft Nähe, schaffen sie aber nicht. Menschen mit innerer Leere fühlen sich selbst in Beziehungen häufig nicht wirklich verbunden. Sie sind da – aber innerlich nicht beteiligt.
Diese Marker sind keine Diagnose. Sie sind Orientierungshilfen. Und sie können Dir helfen, Dein Erleben ernst zu nehmen, statt es wegzuschieben.